Heiliges Tier: Der Pfau
Der Pfau wird auch der Vogel mit den hundert Augen genannt. Die augengleichen Muster in seinem Rad stellen die Sterne, das Universum, die Sonne, den Mond und das Himmelsgewölbe dar.
Wie viele andere Sonnensymbole ist der Pfau ein Sinnbild für Auferstehung, Unsterblichkeit und die unzerstörbare Seele .Er ist als Reittier von Indra, Sarasvati und Skanda ein treuer Begleiter der hinduistischen Götter. Ihr Rad und ihre Federn werden in heraldischen Symbolen, auf Gräbern und in der christlichen und heidnischen Kunst als Symbole des Prozesses der Heiligwerdung (der Tausch des irdischen Körpers gegen den unsterblichen Leib) und der Apotheosis (Gottwerdung) verwendet.
Außerdem lieben die Inder den Pfau als ein höchst nützliches Tier. Sein guter Geruchssinn und sein greller Schrei machen ihn zu einem ausgezeichneten Wächter für indische Bauern. Die rastlose Aktivität eines Pfaues beim Heraufziehen eines Sturms machte ihn zum Regensymbol.
Seit langer Zeit wurden Pfauen auch außerhalb Indiens gehalten, von den ägyptischen Pharaonen genauso wie an den Höfen der Kaiser und Könige des europäischen Kontinents.
Der Pfau gilt weltweit als symbolisches Tier für Schönheit und Macht. Nur die Christen konnten nicht ertragen, dass so was wie natürliche Schönheit gibt; deshalb erklärten sie das angeberische Verhalten und das zur Schaustellen seiner Federn zum Symbol von Stolz, Arroganz und Eitelkeit. Im Barock tauchte der Pfau oft in der zehnten Station des Kreuzwegs auf, wo Christus entkleidet wurde um uns von der Sünde der Eitelkeit zu erlösen.
Koralle
Seit Gedenken der Menschheit wird die Koralle als magischer Schutzstein verehrt. Im alten Ägypten wurden Korallen den Gräbern beigelegt, so daß sie dem Toten während des Übergangs in die Ewigkeit die bösen Geister fernhalte. Wer auf schwarze Kräfte, bösen Blick oder Zauberei reagiert sollte immer einen Ast roter oder schwarzer Koralle bei sich tragen.Sie ist ein guter Schutzstein für Schwangere und Kinder vor täglichen Gefahren und schwarzer Magie.
Ihrem Träger auf Erden diene die Koralle auch als göttlicher Blutspritzer zu Glück und Reichtum.
Fächer:
Fasan
In der Symbolik der bildenden Kunst späterer Jahrhunderte ersetzt der Fasan oft den Pfau und steht dann entsprechend als Symbol der Auferstehung (Phönix), für die Göttin Hera, als Symbol der Liebe, der Wollust oder des Hochmuts. Einzige eigenständige Bedeutung in der Ikonografie hat der vom Habicht verfolgte Fasan als Sinnbild der verfolgten Seele. In China steht er für Licht, Wohlstand, Glück und Schönheit, in Japan für Schutz, Mutterliebe und Tugend.
Die Rasseln und Federn sind von der Künstlerin Dabefo. Die Rasseln sind in einem aufwendigen Verfahren aus Rohhaut und Geweih entstanden.